gemeinsam durchstarten zusammenarbeiten

Statt sich auf der Arbeit gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, getreu dem Motto „Ich bin mir selbst der Nächste“, heißt es heute: Zusammen erreichen wir mehr, lasst uns lieber die Köpfe zusammenstecken und gemeinsam durchstarten!

Woher kommt der Begriff & was bedeutet er?

Bryce Williams hat den Ausdruck erstmals 2010 in einem Blogartikel verwendet und stellte hierbei folgende Gleichung auf:  

Working out Loud = Observable Work + Narrating Your Work (beobachtbare + erzählte Arbeit)

Klingt kompliziert, ist es aber nicht! Williams spricht davon, dass wir unsere Arbeit nicht einfach nur still und heimlich erledigen, sondern auch mit den Kollegen darüber sprechen sollten. Durch diesen Austausch kann jeder etwas vom anderen lernen und sich dadurch weiterentwickeln. Neue Impulse fördern schließlich Innovation und Inspiration.

Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor?

Genau, wir kennen das Phänomen bereits aus den Sozialen Medien: Sharing is caring. Was gefällt oder interessiert, wird fleißig geteilt. Die ganze Welt soll schließlich davon erfahren.

Wieso also nicht auch in der Arbeitswelt anwenden? Teilen Sie Ihr Wissen und Ihren Erfahrungsschatz mit den Kollegen und Kolleginnen. Bei Working out Loud wird Einzelwissen zum Allgemeingut erhoben, weil jeder vom anderen profitieren kann.

Was sind die Grundlagen von Working out Loud?

Es war John Stepper, der schließlich ein ganzes Buch darüber verfasste und die Idee weiter ausbaute. Hierzu rief er folgende fünf Prinzipien ins Leben:

  • Beziehungen

Networking at its best! Sammeln Sie nicht einfach nur Kontakte, sondern bauen Sie nachhaltige Beziehungen auf. Beide Seiten leisten einen Beitrag, indem sie Erfahrungen und Wissen, aber auch Meinungen und Ideen miteinander austauschen.

  • Großzügigkeit

Wer gibt, der bekommt! Mit Großzügigkeit ist Ihre Bereitschaft zum Teilen gemeint. Halten Sie Ihr Wissen nicht zurück und erhalten Sie dafür im Gegenzug hilfreiche Anregungen von anderen.

  • Sichtbare Arbeit

Es geht nicht darum, Ihre Leistungen zur Schau zu stellen, sondern um Transparenz. Damit Ihr Gegenüber nachvollziehen kann, was Sie da gerade tun und warum Sie es tun. Schaffen Sie dadurch Vertrauen und Verständnis.

  • Zielgerichtetes Verhalten

Working out Loud bedeutet nicht, gemeinsam ein großes Ziel zu verfolgen. Jeder hat sein eigenes, individuelles Ziel. Deswegen gehen alle Bemühungen und Bestrebungen in genau diese eine Richtung.

  • Wachstumorientiertes Denken  

Neue Perspektiven eröffnen neue Wege! Nutzen Sie das Potential von WoL und schauen Sie über den Tellerrand Ihres eigenen Mindsets. Sie werden sehen, dass sich plötzlich neue Möglichkeiten und Sichtweisen ergeben, von denen Sie zuvor nicht die geringste Ahnung gehabt haben.

Wie Sie diese Prinzipien in der Praxis anwenden

Stepper nimmt seine Prinzipien als Basis für ein 12-wöchiges Programm, den sogenannten WoL-Circle. Hierbei finden sich regelmäßig kleine Gruppen zusammen und wenden verschiedene Übungen an. Die Gewohnheiten jedes Einzelnen werden dann sukzessive an die fünf Prinzipien angepasst. Wichtig ist, dass jeder sein ganz spezifisches Ziel verfolgt – aber eben mithilfe der anderen Teilnehmer.

Working out Loud ist mehr als Networking 

Die Methode scheint zu funktionieren. Große Unternehmen wie Audi oder BMW wenden sie bereits seit einiger Zeit erfolgreich an.

Die Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen: Working out Loud bietet einen geschützten Raum, in dem sich alle Teilnehmer ausprobieren und entwickeln können. Das Feedback ist automatisch ehrlicher und direkter. Auch die Beziehungen zu Ihren Kollegen werden sich vertiefen – ein solches Projekt vernetzt nicht nur, es verbindet auch.

Natürlich gilt auch hier, Probieren geht über Studieren: Vielleicht möchten auch Sie diese Methode in Ihrem Unternehmen anwenden – wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg und spannende Einblicke!

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